Dieses dein entzücktes Lächeln! Dieses strahlende, in mich eindringende Lächeln, wenn du mit mir bist. Nie noch sah ich, soviel wir auch zusammen waren, dein Auge auf mich gerichtet, ohne daß dieses Lächeln dagewesen wäre in deinem Blick, um deine frohen Lippen, auf deiner lichten, freudigen Stirn.
Und wie trinke ich es, dieses Lächeln! Wie wandelt es sich in mir in freudige, feurige Säfte, in Kräfte, die die Seele mächtig werden lassen, – lebensmächtig und sangesmächtig.
Johannes, Johannes, es treibt mich, es versucht mich sehr, dir – für ein weniges nur, ich verspreche es, ein ganz klein weniges nur, – die Tarnkappe vom Kopfe zu stoßen! Dich sehen zu lassen! Einen einzigen, kurzen, blitzgeschwinden Augenblick.
Ja? Ja?
Daß du mir sichtbar wirst, – einen einzigen kleinen Augenblick. Das geschah ja auch andern, vermummten Helden. Plötzlich »rutschte« ihnen (vielleicht stießen sie mit dem Kopfe an eine niedrige Decke), – die Tarnkappe herunter, und die Leute im Gemach sahen erstaunt eine Erscheinung, die gleich wieder verschwand, versteht sich, da sie ja die heruntergeglittene Tarnkappe schnell erwischte.
Ähnlich war's ja auch in jenem Gemach, wo Rhodope plötzlich den Gyges sah: einen kurzen Augenblick lang. Hier war's der Ring, der sich verschob.
Ähnlich geht's auch bei der geheimnisvollen Laterna magica zu. Plötzlich sieht man auf einer weißen Fläche – ein Bild. Ein farbiges, bewegliches Bild. Das kommt von der magischen Laterne, die irgendwo versteckt ist im Hintergrund. Und die Person an der Laterne kann das Glas, das den Zauber wirkt, beliebig einschieben und wieder herausziehen.
Also – schieben wir's hinein.
Jetzt schnell, ein Bild.