Wie könnte ich es verantworten, die Blätter leben zu lassen?


Johannes, der Freund, der eins war mit der Gestalt, die ich liebte, – er, er löste sich dann von der Gestalt. Und mein Johannes, der, den ich in diese Blätter trug, näher wäre er der Göttlichen, der Idee, ihr, die uns wachsen macht über uns selbst hinaus, näher ihr wäre er dann, denn ihm, dem – andern.

Nicht mehr eins wären dann die beiden. Was sie in eins verschmolz war dies Herz, dies Herz. Menschenherz, das denkende, – dessen pochen kein Sphärengedonner übertönt. Mein Menschenherz, das bei jenem Auseinanderriß der beiden, die eins waren, wohl zerrissen würde, mitten durch.

Und das Wunderbare dieser Blätter? Es wäre dann für – Spätere. Um Spätere, Bessere, Stärkere, Schönere als wir, näher zu ihr zu bringen, zur Idee – dessen, was meine Hybris mir zuteil geworden wähnte.

Johannes, mein Freund, an dessen Gestalt ich mich tiefatmend lehnte, da ich heraufgefahren kam aus meiner Wüste, du, woher kommen diese Noten in mein Lied? Wirst du wohl über den von dir fort und der »Idee« dafür näher rückenden, über den also »idealisierten« Johannes dein Lachen finden, – dein gutes, gutes Lachen?


Ein Glaube, dem ich einen – Opferstoß entzündete.

Und dem ich einen Tempel baute.

Wenn sie mich trotzdem erreichte, die – Verödung? Und da ich in diesem Erleben gewesen, wär's eine, wie noch keine war. »Die ungeheure Zone der Finsternis, des Schweigens und des Eises.« So nennt es Maeterlinck.