Und dieses Herz, von dem das alles kam, kommt, das Herz, – es zieht, es preßt sich mir oft so sonderbar zusammen, es wird nicht mehr wollen, Johannes, nicht mehr können, wenn das Letzte gegeben ist, was ich noch schuldig bin, wenn ich herausgerettet habe aus mir, – was ich noch schuldig bin.

Es wird dann nicht mehr können, das Herz, – Johannes!

Und die Stimme, die Stimme, auch sie – was soll nun noch kommen mit ihr, von ihr?

Ein großer Gesang pflegt über manche Vögel zu kommen. Nicht nur über Schwäne, auch über die farbigen, sonnenfrohen, indischen Vögel, die Richard Wagner hielt und von denen er Mathilde erzählte. Ein großer Gesang kommt über sie und bricht heraus, strömt, strömt.

Und mit ihm verströmen sie ihr Leben. Denn davon nährte sich das Lied, und nahm es mit, da es verklang.

Unter meinen Fenstern, der Friedhof, er steht jetzt nicht in Blüte, – es kommt ja jetzt der Herbst. Und wir wollen nach Italien, zur Sonne, wallfahren, opfern.

Wenn es, wenn ich – wenn es geschehen sollte, – nicht trauern, niemals trauern! Es bleibt ja von mir – all mein Gesang und all meine Seele ...

Und die Blätter, die Blätter, die bleiben auch.

Und du, du wirst sie flattern lassen, in alle Winde, in alle Weiten, denn Majas Stimme ist darin, die du so sehr liebtest und die du gehört haben wolltest, über alle Weiten!

Und dann, dann?