Eine geheimnisvolle Doppelgeschichte ....
Wie – war das doch – Johannes?
Urteile der Presse
über die Werke von Grete Meisel-Heß:
Über »Die sexuelle Krise« schreibt Karl Jentsch in der »Zeit« in Wien: »Schon dieser erste Teil ist ein großartiges Werk. Großartig durch die erschöpfende Darstellung aller erdenkbaren und wirklich vorkommenden Seelenzustände, die das Geschlechtsleben verursacht. (Die Verfasserin kennt auch die Psyche des Mannes auf das genaueste und wird ihr gerecht, was sie mehrfach in Gegensatz zu bekannten Forderungen der Frauenrechtlerinnen bringt.) Großartig auch durch die naive Kühnheit oder kühne Naivität, mit der sie das Intimste ausspricht, die aber, eben als Naivität einer edlen und reinen Seele, nichts Anstößiges hat und jeden Versuch einer Verdächtigung entwaffnen muß.«
Über »Das Wesen der Geschlechtlichkeit« urteilt u. a. Professor Gramzow: »Schon der Titel deutet die gewaltige, umfassende Aufgabe an, die hier in Angriff genommen ist. Aber nicht nur riesenhaftes Wissen liegt ihrem Buch zugrunde, sondern auch eindringende Denkkraft .... Man möchte vermuten, daß sich bodenlose Tiefen des Erlebens hinter dem Buche auftun. Kein Teilproblem der sexuellen Frage bleibt unerörtert. Nicht nur der Zusammenhang der Formen und Forderungen des sexuellen Lebens mit allen Angelegenheiten der Gesellschaft, sondern auch die Verschärfung der sexuellen Krise durch den Weltkrieg erfährt eingehende Behandlung .... Mit größtem Wahrheitsmut wird überall das letzte Wort der erreichten Erkenntnis ausgesprochen. Mir scheint es Bewunderung und Dank zu verdienen.«
(»Zeitgeist« des Berliner Tageblatts.)
Franz Graetzer: »Daß das Werk ein monumentales Kunstwerk geworden ist, daß es auf keiner Seite das Dichtertum seiner gedankenreichen Verfasserin verleugnet, ist dem Kritiker, der die Gesamterscheinung der – vielseitig bedeutenden – Frau im Auge behält, wesentlich. Wer in wesentlichen sachlichen Voraussetzungen anderer Meinung ist, wer so manchen Teil der großen Sexualsoziologie, die sie gibt, nicht restlos anzuerkennen vermag: der gerade legt Wert darauf, vor alle Einschränkungen und Einwände den Ausdruck seiner unbedingtesten Bewunderung und Verehrung gegenüber der hier vollbrachten Leistung und der genialen Persönlichkeit, die sie schuf, gesetzt zu wissen .... Das Werk weitesten Kreisen und allen Schichten unserer Zeitgenossen zugänglich und vertraut zu machen, sollten alle einflußreichen Deutschen, Parlamentarier, Ärzte, Erzieher, Kirchenfürsten und Künstler sich zur Pflicht machen! Die unmittelbarsten positiven Werte des Buches empfehlen sich allen Einsichtigen von selbst.«
(Exzerpta medica.)
Danziger Zeitung: »Das Buch ragt leuchtturmartig aus der Masse der Sexualliteratur hervor ....«
(Professor Dr. Kafemann.)