Er war dunkelrot geworden.

Endlich sagte ich: »Und nun erklären Sie mir, bitte, die Situation. Sollte man sich, als man mein Gepäck hier heraufbrachte, geirrt haben? Gehört dieses Zimmer noch zu Ihren Appartements?«

»Nein,« sagte er, »es ist Ihr Zimmer. Ich habe den Schlüssel an mich genommen. Gestatten Sie, daß ich ihn hole.«

Er entfernte sich.

Ich war ernst und traurig geworden. Was berechtigte diesen Mann zu dieser Handlungsweise? Ohne Zweifel irgend etwas, was aus mir selbst gekommen war. Wahrscheinlich hatte er die Tatsache, daß ich die Einladung nur für mich allein annahm, in diesem Sinne gedeutet.

Und dann, diese schlimme Lust, die über mich gekommen war durch das Unheil meiner Ehe, sie hatte wohl irgendwie aus meinem Wesen gesprochen.

Er kam wieder und überreichte mir den Schlüssel. Sein Gesicht war noch immer gerötet, und er sah mich fast feindselig an. Er war jetzt im Jagdkostüm, das er während der Fahrt herauf getragen hatte.

»Sehen Sie, jetzt sehen Sie viel netter aus«, sagte ich, und ich weiß, daß es so weich und freundlich klang, als müsse ich ihn um Verzeihung bitten. Und plötzlich brach ich in Tränen aus.

»Verzeihung – Verzeihung. Um Gottes willen, verzeihen Sie mir!«

Und er bat und bat, während ich still weinte.