»Wu willst denn du hie mit deiner Fahne«, fragte Höfer. »Ich waaß net, 's scheint nooch Wilbach nauswärts gieh ze solln. Wu willst dä du hie, mit denn dickn Bauch?« »Mit dan werd aham gerammelt un wenn ich eich alle iebern Haufn schmeißn muß. Iech ho Hunger.«

Da krähte eine helle, aber durchdringende Stimme aus der Reihe der Schützen: »Rechts – um – kehrt!« und nun erst konnte das Schlußkommando: »Vorwärts marsch!« erfolgen.

Als die Schützenbeine den Takt zum Radetzkymarsch stampften, da gab es außer dem Schulhausmann Wetzel noch viele, sehr viele Wackelfritzen.

Am anderen Morgen stand die Falks Miene droben beim Försterbeck im Laden und kaufte die gewohnten »Pfengbrotle« ein. Der Försterbeck wollte eine Unterhaltung mit ihr anbändeln. »Schies Watter ham se gehatt, de Schitzn«, sagte er. Aber die sonst so redselige Miene schien heute wortkarg zu sein, sie verhielt sich stumm. Da frug Förster: »'s is'n doch gut bekumme, ne Gust?« worauf die kurzangebundene Antwort kam: »Waaß net, der schleeft noch.«

»Nu da lossn se ne när ornlich ausruhe vun sen Strapazn«, meinte Förster und brachte damit die Miene zum reden.

»Wos? – Strapazn? – schiene Strapazn!« legte sie los: »odr mit eich Mannsen kah mr do net drieber redn; Max oder Alexander –« sie machte wendende Bewegungen mit den Händen – »sis aaner wie dr Ander! Wenn ihr ins Kutteln kummt, kennt'r ka Mooß un ka Ziel.«

»Hahaha!« lachte Förster, »das kimmt ahm of Moses un de Profetn ah.«

Die Miene sah ihn verständnislos und mißtrauisch an, dann spreißelte sie: »Dos mog nu sei wies will, odr dr Kukuk waaß, wie dos bei dan Schitznbriedrn zugitt; en halm Toler ho ich men Gust mietgaam, achtzn Neigrosch hoot'r wiedr miet aham gebracht un en Mords Aff drzu.«


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