Herrliche Tage in Tsingtau
Tagelang ging's in der Eisenbahn durch Rußlands Steppen und Wüsten hindurch der Bestimmung, dem fernen Osten, entgegen.
Endlich Mukden! Peking war bald vorüber ... Tsinanfou! Die ersten deutschen Laute klangen mir entgegen, dann kamen die letzten zehn Stunden der Eisenbahnfahrt durch wunderbares blühendes Ackerland voller Gärten, Felder und Blumen; und endlich lief der Zug langsam auf dem Hauptbahnhof von Tsingtau ein.
Tsingtau sah ich nun nach sechs Jahren wieder!
Nun war ich wieder auf deutschem Grund und Boden, in einer deutschen Stadt im fernen Osten.
Meine Kameraden holten mich ab. Unter schnellem Trippel-Trappel zogen mich die kleinen mongolischen Steppenpferdchen der neuen Heimat zu.
Zuerst ging es auf den Iltis-Platz, welcher unsere Rennbahn war und gleichzeitig mein Flugplatz werden sollte. Festlich prangte der Ort, und ganz Tsingtau war hier versammelt. In der Mitte der weiten Rasenfläche hatte sich ein ungeheurer Kreis von Zuschauern gebildet, welche den Fußballplatz umgaben. Heute war Festtag, und ein großes Fußballwettspiel wurde zwischen den deutschen Matrosen und ihren englischen Kameraden vom englischen Flaggschiff „Good Hope” ausgetragen.
„Good Hope” weilte zu Besuch in Tsingtau. Es wurde ein glänzendes Spiel und endete 1: 1.