Nun war es allerdings vorbei mit mir. Die ungeheuerlichen körperlichen Anstrengungen, die seelischen Aufregungen und nicht zum mindesten der nagende Hunger bewirkten, daß ich mich der Länge nach auf den Planken ausstreckte und im selben Moment nicht mehr wußte, was um mich geschah.
Der Weg in die Freiheit
Aus einem totenähnlichen, traumlosen Schlaf wurde ich durch schrilles Sirenengeheul aufgeweckt.
Vorsichtig öffnete ich ein Bänzel meines Bezuges, und am liebsten hätte ich laut Hurra geschrien, denn eben lief der Dampfer in den Hafen von Vlissingen ein.
Nun war mir alles gleich. Ich zog mein Messer, und mit einem Schnitt durchtrennte ich die Bänzel des Bezuges, diesmal aber auf der Seite, wo das Bootsdeck lag.
Aufatmend stand ich mitten auf dem Bootsdeck und erwartete nun, jeden Moment gefangengenommen zu werden.
Kein Mensch, der sich um mich kümmerte. Die Schiffsbesatzung war beim Anlegemanöver, die Fremden waren mit ihrem Reisegepäck beschäftigt.
Nun stieg ich zum Promenadendeck hinunter. Entrüstet wurde ich ob meines Drecks und meiner zerrissenen blauen Strümpfe, die alles andere als appetitlich aussahen, von einigen Passagieren angesehen.