Aber ich muß so glückliche, strahlende Augen gemacht haben, und die helle Freude leuchtete wohl aus meinem schmutzigen, eingefallenen Gesicht, daß manch erstaunter Frauenblick mich traf.

In diesem Aufzug konnte ich nicht weiter rumlaufen. Ich ging auf die Back, holte mir meine Stiefel herunter (meine besten Hockeystiefel, englische Liebesgaben), und, trotzdem ich von einem holländischen Matrosen barsch angeschnauzt wurde, zog ich mir in Seelenruhe meine Lieblinge an und wanderte zum Fallreep.

Der Dampfer hatte direkt am Kai festgemacht.

Die Passagiere verließen das Schiff, von dem Kapitän und den Schiffsoffizieren Abschied nehmend. Erst hatte ich ernstlich vor, mich dem Kapitän zu erkennen zu geben, um die holländische Dampferkompanie nicht zu schädigen. Dann aber gewann die Vorsicht die Oberhand, und mit den Händen in den Hosentaschen, mich recht lumpig benehmend, schlingerte ich im Seemannsschritt das Fallreep hinab.

Kein Mensch nahm von mir Notiz. Ich tat so, als wenn ich zur Schiffsbesatzung gehörte, und half beim Festmachen der Stahlleinen.

Dann mischte ich mich unter das Volk, und während die Passagiere einer scharfen Kontrolle unterzogen wurden, sah ich mich um und entdeckte im Gitter eine Tür, an der groß „Ausgang verboten” stand.

Die führte sicher in die Freiheit!

Im Nu war dieses für mich kinderleichte Hindernis überwunden, und draußen stand ich.

Frei!

Mit meiner ganzen Energie mußte ich mich zusammennehmen, um nicht vor Freude wie ein Tollhäusler herumzuspringen. Zwei wackere Landsmänner nahmen mich auf. Glauben wollten sie es allerdings nicht, daß ich Offizier sei, und vor allen Dingen nicht, daß mir die Flucht aus England gelungen wäre.