Der schwarz-weiße Pfahl grüßte zu mir herüber, und weit lehnte ich mich aus dem Fenster heraus, und jubelnd schrie ich zweimal Hurra!
Das dritte Hurra blieb mir in der Kehle stecken, und überwältigt von Dankbarkeit, von Freude und Glück schluchzte ich laut auf und konnte es nicht verhindern, daß mir die Tränen aus den Augen liefen.
War das Schlappheit?
Der Zug hielt in Goch, die ersten Feldgrauen, die ich in meinem Leben sah, standen auf dem Bahnsteig, und unbesorgt sprang ich aus dem Zug.
Ein harter Griff packte mich am Rockkragen, und ein mächtiger preußischer Wachtmeister mit grimmigem Blick unter leuchtendem Helm, hielt mich in seiner stählernen Faust.
„Ha, da haben wir das Bürschchen!”
Ich wäre dem braven Feldgrauen am liebsten um den Hals gefallen. Noch nie habe ich mich in meinem Leben so sicher gefühlt wie in diesem Augenblick.
Ich versuchte zu erklären, wer ich sei, ein Lächeln, welches einem anderen wenig Trostvolles gesagt hätte, war die Antwort.
Von zwei biederen Landsturmleuten wurde ich am nächsten Morgen nach Wesel transportiert.
Auf dem Geschäftszimmer war noch niemand zu sprechen. Kleine Jungens waren mir nachgelaufen, warfen mit Steinchen und riefen: „Sie haben, sie haben ihn, einen Spion!” Diese prächtigen Blondköpfe!