Eine Ordonnanz nahm mich in Empfang.

„Na setzen Sie sich mal hin, mit solchen Leuten wie Sie machen wir kurzen Prozeß, wenn erst der Herr Kapitänleutnant F. kommt, dann gibt's nur ein kurzes Verhör und Sie baumeln!”

Nach einiger Zeit kam der Gestrenge, natürlich ein Kamerad von mir. Das Erstaunen und die Freude waren nicht zu beschreiben. Aber erst das dumme Gesicht meiner liebenswürdigen Ordonnanz! Diese mußte jetzt sogar laufen und mir Frühstück holen.

Eine besondere Freude machte mir noch hier in Wesel ein englischer Steckbrief aus der ‚Daily Mail’ vom zwölften Juli, also aus einer Zeit, wo ich bereits längst in Sicherheit war, der damit endete, daß ich wahrscheinlich versuchen würde, mich auf einem neutralen Dampfer als Matrose anwerben zu lassen, und daß:

his recapture should be but a matter of time!

Nach einer Stunde saß ich, immer noch in meinem Arbeiteranzug, mit einem Paß in der Tasche im D-Zug nach Berlin und fuhr natürlich — — — erster Klasse.

Endlich war ich am Ziel! Fast neun Monate hatte ich gebraucht, um mich von Tsingtau bis nach Deutschland durchzuschlagen.

Deutschland, o du mein geliebtes Vaterland! Nun war ich da.

Wunderbar strahlte die Sonne an diesem dreizehnten Juli Neunzehnhundertundfünfzehn vom Himmel herab, trunkenen Auges nahm ich die herrlichen Heimatbilder in mich auf.

In meinem Abteil erster Klasse saß ich alleine und hatte mich zu beiden Seiten des Fensters breit gemacht und fing an, in Blei meinen Bericht zu schreiben.