Oft flogen die scharfen, bis über einen Meter langen Sprengstücke der Granaten pfeifend und surrend und unheimlich zischend über unsere Köpfe weg, ohne daß wir darauf achteten, da uns der Anblick des beschossenen Forts zu sehr gefangennahm. Das Gesehene war so gewaltig, daß es sich nicht beschreiben läßt.
So etwas kann man nur erleben.
Wir dachten mit Schmerzen an die tapfere Besatzung und an ihren sicheren Untergang, aber mitten im tollsten Feuer schoß die eine alte Vierundzwanzig-Zentimeter-Kanone einen Schuß, und voll Spannung richteten sich sofort alle unsere Doppelgläser auf die feindlichen Schiffe.
Und da plötzlich ein Hurra! So jubelnd und froh entrang es sich unsern Kehlen, und drüben beim englischen Linienschiff „Triumph” saß unsere Sprenggranate mitten an Deck. „Triumph” drehte sofort ab und lief mit äußerster Kraft davon, und als kurze Zeit darauf unsere zweite Granate ankam, konnte sie nur noch fünfzig Meter hinter seinem Heck ins Wasser einschlagen.
„Triumph” dampfte dann nach einigen Signalen, die er mit dem japanischen Flaggschiff wechselte, ab und ging zur Reparatur nach Yokohama.
Die drei japanischen Schiffe setzten ihre Beschießung fort, aber nunmehr in noch respektvollerer Entfernung, so daß es zwecklos war, mit unseren alten Kanonen, die längst nicht so weit reichten, zu feuern.
Mittags um zwölf Uhr hörte die Beschießung endlich auf, nachdem der Feind sowohl wie wir mit Recht der Überzeugung sein konnten, daß das Fort zerstört und die Insassen getötet seien.
Sofort eilte der Stab des Küstenkommandeurs zum Fort Hu-Chuin-Huk, und auch ich folgte mit meinem Auto.
Gewärtig eines furchtbaren Anblicks, waren wir bei unserer Ankunft höchst erstaunt, die gesamte Besatzung froh und vergnügt umherspringen zu sehen, Sprengstücke sammelnd und die riesigen Krater, die die feindlichen Granaten in den Boden geschlagen hatten, bewundernd.
Das war eine Freude! Kein einziger der Leute verletzt, kein Geschütz beschädigt, kein bombensicherer Raum durchschlagen!