Der Nachwelt weiht es seinen teuren Namen,
Den siechen Leib den Würmern, und sein Herz
Dem Vaterland, der Freundschaft seine Seele,
Den Musen aber seinen hohen Geist.
Zur Kritik Lambergs
Der brandenburgische Forscher Moehsen schreibt im Anschluß an Lamberg in seinen „Beiträgen zur Geschichte der Wissenschaften in der Mark Brandenburg“, S. 22 (Berlin und Leipzig 1783):
„So hat auch in unseren Tagen der berühmte Marquis Belmar oder Graf Saint-Germain von der außerordentlichen Kraft eines solchen Verjüngungsbalsams eine große Erfahrung durch einen Apostolischen K. K. Kammerherrn bekannt werden lassen. Eine alte Dame hatte sich zu stark damit gerieben und sahe sich in kurzer Zeit in den Zustand eines Embryons versetzt, und man kann sich vorstellen, wie künstlich und beschwerlich es dem Herrn Grafen geworden, wenn er sie wieder zur Welt bringen und aufpäppeln müssen.“
AUS DEN „DENKWÜRDIGKEITEN“ DER GRÄFIN GENLIS[82]
Ich komme nun zu einer seltsamen Persönlichkeit, die ich länger als ein halbes Jahr fast täglich gesehen habe. Das war der berühmte Schwindler Graf Saint-Germain. Er sah damals höchstens wie ein Fünfundvierzigjähriger aus, aber nach dem Zeugnis von Leuten, die ihn 30 bis 35 Jahre vorher gesehen, war er sicherlich weit älter.
Er war nicht ganz mittelgroß, gut gewachsen und hatte einen sehr leichten Gang. Seine Haare waren schwarz, seine Haut stark gebräunt, sein Gesichtsausdruck sehr geistreich, seine Züge ziemlich regelmäßig. Er sprach fließend Französisch, ohne eine Spur von Akzent, ebenso Englisch, Italienisch, Spanisch und Portugiesisch.