Madame Campan, Kammerfrau der Königin Marie Antoinette, berichtet in den „Anekdoten über die Regierung Ludwigs XV.“[98] von einer Frau von Marchais:

„Sie behielt im höchsten Alter das schönste Haar. Angeblich hatte ihr der berüchtigte Graf Saint-Germain, der am Hofe Ludwigs XV. als hochberühmter Alchimist auftrat, ein Elixier gegeben, das die Haare erhielt und sie vor dem Ergrauen bewahrte.“

V

Der weimarische Legationsrat Friedrich Johann Justin Bertuch (1747-1822) erzählt in seiner Verdeutschung der Schrift: „Cagliostro in Warschau“, S. 28 Anmerkung (Straßburg 1786) vom Grafen Saint-Germain:

Sein sogenannter Kammerdiener war ihm heimlich durchgegangen und hatte ihm das Rezept zu seinem Wunderpulver gestohlen. Man bringt ihm die Nachricht, daß der Kerl sich irgendwo etabliert habe und damit kurieren wolle, und sagt ihm, es müsse ihm doch höchst unangenehm sein, sein arcanum auf diese Art gemißbraucht zu sehen. — „Nichts weniger!“ antwortet Saint-Germain darauf, „ich werde machen, daß es in des Kerls Händen nicht wirkt!“

VI

Graf Mirabeau (1749-1791), der berühmte französische Schriftsteller und Politiker, schreibt in seinem Werke „De la monarchie prussienne sous Frédéric le Grand“, Bd. 5, S. 69 (London 1788):

Saint-Germain, der von einem Grafen Lamberg in seinem „Tagebuch eines Weltkindes“ angekündigt worden war[99], hatte Jahrtausende gelebt. Er hatte einen Tee entdeckt, vor dem alle Krankheiten verschwanden. Er machte im Handumdrehen faustgroße Diamanten. Er schloß sich eng an den Prinzen Karl von Hessen an und vergaß, wie seine Vorgänger, nicht zu sterben.

Elisabeth von Ansbach und Bayreuth (Lady Craven)