Nun kommt es auf die Allerhöchste Entscheidung an, ob Ihre Majestät das Unternehmen der Frau Nettine überlassen oder es auf eigene Rechnung übernehmen will. Das letztere scheint mir in jeder Hinsicht empfehlenswert. In diesem Falle müßte man Frau Nettine ihre Vorschüsse auf das Unternehmen mit vier Prozent verzinsen und das Kapital nach und nach aus dem Gewinn zurückzahlen. Auch wäre es recht und billig, ihren Sohn zum Generaldirektor des Unternehmens zu ernennen. Er eignet sich dazu besonders durch seinen Eifer und seine Einsicht und als Alleinbesitzer des Geheimverfahrens. Er brauchte nur Seiner Königlichen Hoheit[362] und der Überwachung des Ministers unterstellt zu werden. Der Staatsrat und Lotteriedirektor Walckiers[363] könnte zum Königlichen Kommissar für das Unternehmen ernannt und dies der Lotterieverwaltung angegliedert werden. In Anbetracht des zu erzielenden Gewinns könnte Nettine entweder ein festes Gehalt oder einen Gewinnanteil bekommen.
Ich bitte E. E., mir über dies alles die Befehle Ihrer Majestät zukommen zu lassen, und bemerke nur noch, daß ich in alledem mit höchster Billigung Seiner Königlichen Hoheit verfahren bin und diesen Bericht, den ich ihm vorgelesen habe, nur auf seinen Befehl absende.
BEILAGEN
1. Aufstellung der für die Manufaktur in Tournai ausgegebenen Gelder
Färberei und Lager
Zwei große Häuser, das eine zum Abschweifen der Seide und zum Färben überhaupt, das andere als allgemeines Lager, nebst zwei kleinen anstoßenden Häusern. Kaufsumme in Gulden Kurant
31.035 Gulden.
5 Sols, 4 Pfennig[364]
(NB. Von diesen 31.035—5—4 Gulden sind nur 12.400 bezahlt. Der Rest ist auf die Häuser in Hypotheken zu 4 Prozent aufgenommen.)
| Gulden | |
| Ein Haus, das mit dem ersten in Verbindung steht, | 3000— |
| Zum Ankauf eines Geländes zwecks Erweiterung der Wasserleitung, die durch den Garten der Färberei läuft, | 630— |
| Anlagen zur Benutzung der Wasserleitung | 1000— |
| Reparaturen an den vorgenannten Häusern | 7500— |
| Noch im Gange befindliche Reparaturen höchstens | 3000— |
| Ein großer Zinnkübel und Kessel aus Gelbkupfer für die Färberei | 5300— |
| Kleine Kübel aus Zinn u. Steingut, Pressen und anderes notwendiges Färbereigerät | 3000— |
| Drei Zylinder | 2000— |
| Gesamtausgabe für die Färberei | 56135—5—4 |
Gerberei