Die Anlage 1 enthält die Aufstellung der von ihr bereits aufgewandten sowie der noch weiter erforderlichen Summen.

Wir haben also unsere Manufaktur begründet. Der Graf ist mehrfach nach Tournai gereist, und der Kaufmann Rasse, bei dem ich ihn untergebracht hatte, hat ihn mit größtem Eifer unterstützt.

Unterdessen erzählte der Graf uns von seinen Reichtümern, insbesondere von den Wertsachen, die er in Holland hätte. Wir wollten Erkundigungen darüber einziehen, und der Kaufmann aus Nimwegen, sein Geschäftsfreund, veranschlagte sie auf mindestens eine Million. Da der Graf kein Geld hatte und seine Wertsachen herkommen lassen wollte, machte Frau Nettine ihm die in Anlage 2 aufgeführten Vorschüsse. Wir merkten indes, daß der Nimweger Geschäftsfreund mit ihm unter einer Decke stecken mußte; die hier eingetroffenen Wertsachen waren ganz unbedeutend, und was in Holland verblieben ist, besteht nur aus Gemälden, die er sehr hoch bewertet, die aber wenig Wert zu haben scheinen. Außerdem merkten wir, daß der Graf verschuldet war und von seinen Gläubigern in Holland gedrängt wurde. Dazu herrscht in seinen Privatverhältnissen so wenig Ordnung und Sparsamkeit, daß wir angesichts seiner Kenntnisse darüber staunen.

Wir konnten also nur wünschen, ihn loszuwerden, seine Geheimmittel möglichst billig zu erfahren, jede weitere Ausgabe zu vermeiden und die Leitung des Unternehmens einem Manne fortzunehmen, der bei seinem Mangel an Ordnung die Einkünfte in unmäßigen Ausgaben vergeudete. Zu dem Zweck schickte ich den Vicomte von Nettine nach Tournai, damit er sich dort alle Geheimmittel angeben ließ und sie selbst ausprobierte. Sobald ich sicher war, daß wir sie besaßen, schickte ich meinen Neffen[361] mit Herrn Walckiers nach Tournai, um den Handel mit dem Grafen abzuschließen. Das haben sie unter den in Anlage 3 angegebenen Bedingungen getan.

Wir sind jetzt also im Besitz folgender Geheimverfahren: Wir können Eisen in Metall verwandeln. Ist dies Metall gut, so ist es ein Vorteil mehr. Taugt es nichts, so ist die Ausgabe verschwindend, und wir gebrauchen auch nur wenig, da für das zum Färben der Häute erforderliche Wasser nicht viel nötig ist. Aber diese Färberei ist von höchster Bedeutung, und das Metallwasser besorgt nicht bloß das Färben, sondern zieht auch die Häute zusammen, wodurch sie stärker werden und auch kernig bleiben. Wir haben also eine Gerberei eingerichtet, von der in Anlage 4 die Rede ist. Anlage 5 enthält die Gegenüberstellung der bisher landesüblichen Preise für die Häute und der Preise, wie sie sich nach unserem Verfahren stellen.

Wir besitzen das Verfahren zum Färben von Wolle, Seide, Garn, Ziegenhaar und Baumwolle. Die Wichtigkeit dieser Sache ergibt sich aus dem in Anlage 6 dargelegten Preisunterschied zwischen unserem Färbverfahren und dem bisher angewandten. Der Absatz ist sichergestellt; denn unsere größten Kaufleute haben uns bereits schleunigst ihre Tuche, Kamelotte, Seiden und Wollstoffe zum Färben gegeben. Schon dieser Gewerbszweig allein kann Ihrer Majestät beträchtlichen Gewinn und den hiesigen Provinzen unendlichen Segen verschaffen.

Der Rückstand wird danach zum Färben des Holzes benutzt, was ein kostenloser Gewinn ist. Wäre er auch unbedeutend, so verdient er als Reingewinn doch Beachtung.

Die Malfarben, die, wie wir wissen, von französischen Malern ausprobiert sind, bilden ebenfalls einen Reingewinn ohne jede Kosten, denn sie werden nur aus dem Bodensatz der obigen, bereits benutzten Färbstoffe gewonnen.

Die Hutfabrikation schließlich ist auch ein sehr beträchtlicher Posten, wie sich aus Anlage 7 ergibt.

Aus allen diesen Einzelheiten ersehen E. E., welche Verfahren wir erworben haben, welchen Gewinn wir uns davon versprechen können und welche Auslagen wir bereits gemacht haben. Ich brauche nur noch über die weiter erforderlichen Ausgaben zu berichten, was in Anlage 8 ausgeführt ist.