[§ 54.] Um das Dach [Fig. 50] zu construieren, wird zuerst die einfache Dachform C A a g h und an beliebiger Stelle die Wagrechte e f parallel mit A a, sowie e c parallel mit A C gezeichnet. Die perspectivische Mitte von A C ist m, eine Linie von hier durch den Schnittpunkt i ergibt den Punkt n als Mitte der Firstlinie. Die Lage des einen der beiden Punkte D oder d wird beliebig angenommen, die des zweiten durch die Diagonalen D c und e d, wie in [Fig. 49], [§ 53], gefunden.
Fig. 50.
Häufig wird es auch genügen, bei Darstellung von Dachformen wie [Fig. 48]–[50] zuerst die gewöhnliche Dachform mit senkrechten Giebelwänden oder die perspectivische Mitte der Firstlinie anzugeben und nach dem Ermessen des Auges den ferneren der beiden geometrisch gleich grossen Teile kleiner zu zeichnen, als den näheren, also z. B. in [Fig. 50] dafür zu sorgen, dass n d kleiner sei als D n, d h kleiner als g D.
[§ 55.] Wenn in einem Dach von der [Fig. 48]–[50] dargestellten Form Dachfenster wie in [Fig. 43] gezeichnet werden sollen, so muss die schräge Mittellinie der betreffenden Seite gesucht werden. In [Fig. 51] z. B. muss die Linie e d perspectivisch parallel sein mit c D; wäre das Dachfenster nicht in der Mitte von A B D, so müsste eine mit c D parallele Linie entsprechend der Linie a b in [Fig. 43] gezeichnet und sodann wie dort weiter verfahren werden.
Fig. 51.
Auf der anstossenden Seite A C E D müssen a b, f g u. s. w. parallel sein mit der Mittellinie m n. In [Fig. 53] wäre f c am unteren, c z am oberen Teil massgebend für die schrägen Linien eines Dachfensters.
[§ 56.] [Fig. 52], ein Staffelgiebel, ist so construiert, dass zuerst die einfache Dachform a b c g e und die parallel mit a c von f und d ausgehenden Linien gezeichnet wurden (d g kleiner als f c). Um die Höhe der einzelnen Absäze zu bestimmen, ist in k eine über a hinausreichende Senkrechte k z errichtet und in die erforderliche Anzahl von gleichen Teilen geteilt. Durch die Teilungspunkte sind die Linien m n, o p u. s. w. und nach dem Fluchtpunkt der andern Seite m i, o h u. s. w. gezogen. Das Weitere ist aus den Constructionslinien der [Fig. 52] leicht zu ersehen.