Dann aber kam der Tag, der allem ein Ende machte, ihr die Entscheidung aus der Hand nahm.

Frau Behn war ihrer Sache gewiß geworden und konnte nicht länger schweigen.

Im Comptoir des Vaters, unter vier Augen, sprachen sie sich aus.

Nur eine leise Andeutung der Mutter, ein fragender Blick, und Lulu brach in Thränen aus.

"Wo heet he?" fragte Frau Behn ruhig, aber energisch.

Lulu schwieg. Die Mutter schüttelte sie heftig am Arm.

"Wull Du reden. Wo heet de Keerl?"

Wo war Lulus Trotz? Wie ein Kind mußte sie sich schelten lassen?

Es war, als ob das Uebergewicht, das die sonst so schwache Frau plötzlich über die Tochter erlangt hatte, allem lange aufspeicherten Groll der Mutter die Riegel öffnete. Sie bebte vor Zorn.

"Wo heet de Keerl?" rief sie immer heftiger. "Ik will dat weten."