Wilhelm zögerte lange mit der Antwort.
"Ik häw all 'n Kind", stieß er endlich hervor.
XXIV.
Wilhelm hatte gebeichtet. Anna, das frühere Behnsche Mädchen, war die
Mutter seines Kindes.
Behn hatte es übernommen, dieser ihre älteren Rechte auf Wilhelm abzukaufen.
Er fand das Mädchen in einem Keller bei Hökersleuten einquartiert, in einem engen, dumpfigen Raum. In einem großen Wäschekorb lag das erst vierzehn Tage alte Kind, häßlich, klein, eine Frühgeburt.
Anna schämte sich vor ihrem ehemaligen Herrn, nahm aber, als sie hörte, um was es sich handelte, eine keckere Haltung an.
Lulu, der hochmütigen, gönnte sie ihr Unglück. Sie trug ihr noch immer die Mißhandlung nach. Ihr sollte sie weichen, der ihre Rechte abtreten? Nie!
Aber schließlich gelang es Behn doch, sie mit einer ansehnlichen Summe zufrieden zu stellen.
Die Rücksicht auf das kranke Kind mochte sie mit bestimmt haben, das ohne sorgfältigste Pflege nicht gedeihen konnte. Starb es aber, so waren ihr die tausend Mark von Behn noch lieber, als selbst Beuthien.