Sein verlegener Aerger rührte sie. Und da seine Krawatte noch so gut wie neu war, erbot sie sich, den Schaden mit einigen Nadelstichen zu reparieren.
Sie nötigte ihn in die Stube. Zögernd folgte er und nahm mit etwas umständlichem Gebahren auf dem angebotenen Stuhl Platz, während sie ihr Nähzeug aus dem auf der Fensterbank stehenden Korb zusammensuchte.
Ein Blick auf die Straße zeigte ihr, daß im Parterre gegenüber Lulu
Behn wieder ihrer Gewohnheit nach am Fenster rekelte.
"Immer as'n Blomenpott vor't Finster", sagte sie und ließ die Rouleaux herunter, um jener einen Einblick zu versperren.
Beuthien schien ihre Bemerkung überhört zu haben.
Im Begriff, sich zu setzen, kam ihr der Einfall, ihm eine Tasse Kaffee anzubieten.
"Warum nich", nahm er dankbar an. Sie schenkte ihm ein und schob ihm den
Kuchenteller zu.
Es schien ihm zu behagen, und sie war schneller mit ihrer Arbeit fertig, als er mit seinem Kaffee.
Sie lud ihn ein sich Zeit zu lassen, fragte nach diesem und jenem und stillte ihre Neugier.
Als er gesprächig Auskunft gab und auch auf die Absicht seines Vaters zu sprechen kam, sich bald zur Ruhe zu setzen, meinte sie: "Dann heiraten Se woll gliek?"