"Wenn Leute kommen. Hier auf offenem Felde", lenkte sie ein.
"O, das hat niemand gesehen", meinte er, glücklich, sie ihre gute Laune wieder gewinnen zu sehen.
"Sind Sie mir böse"? fragte er, sich ihr nähernd.
"Ja". Trotzig trat sie einen Schritt hinter ihn, als fürchte sie eine neue Umarmung. Der Bierdunst seines Atems hatte sie wieder gestreift.
Nun wurde auch Hermann ärgerlich. Hatte sie sich nicht frei und ausgelassen genug benommen, daß er auch seinerseits sich wohl vergessen konnte?
"Wenn es Ihnen lieber ist, Fräulein Kruse", sagte er verletzt, "so bringe ich Sie bis zur nächsten Pferdebahn. Es thut mir leid, wir waren so vergnügt, und ich bitte Sie um Verzeihung".
Sie wurde ganz rot. Was fiel ihm denn ein? Das hatte sie nicht erwartet. Er hätte freilich den Kuß unterwegs lassen können, aber so tragisch war doch die Geschichte nicht. Oder sollte er selbst vielleicht genug von der Partie haben und die Gelegenheit benutzen wollen, sich ihrer für den Rest des Abends zu entledigen?
"O, ich finde die Pferdebahn auch alleine", gab sie ihm schnippisch zur
Antwort.
"Wenn Sie es vorziehen, bitte". Er gab ihr den Weg frei und lüftete den
Hut.
Sie zögerte und bohrte die Spitze ihres weißen Spitzenschirmes in den tiefen weichen Sand.