Mimi tanzte auch vortrefflich, aber etwas lebhaft, ungeduldig. Dieses sanfte, anstrengungslose Wiegen und Drehen mit Lulu gefiel ihm, wie sie selbst auch.
Sie sah vorteilhaft aus und wußte sich lebhaft und zwanglos zu unterhalten.
Nur ihr hastiges, unstetes Umhersuchen mit den Augen fiel ihm sonderbar auf.
"Suchen Sie jemand, Fräulein", fragte er.
"Nein. Ich? Warum? Meine Freundin", stotterte sie.
Einen Augenblick vergaß Hermann über Lulu Mimi und den Semmelblonden, bis sie beim Anschließen vor ihm zu stehen kamen und er sich über die singenden Komplimente des Sachsen ärgerte, um so mehr, als Mimi in heiterster Laune auf das fade Geschwätz einging.
Seine Eifersucht erwachte, und er verstummte Lulu gegenüber, die befremdet diese Veränderung bemerkte.
Auf einmal ging ein Flüstern durch die Reihen, und neugierig wandte sich hier und da ein Mädchenkopf nach dem Eingang des Saales.
"Der schöne Wilhelm", ging es halblaut von Mund zu Mund.
"Wer?" wandte sich Hermann an seine Tänzerin.