Lulu war ganz blaß geworden und schien seine Frage überhört zu haben.

Mimi aber wandte sich lächelnd um.

"Kennen Sie den nicht?" fragte sie das Paar.

"Nein, wer ist das?" fragte Hermann zurück.

"Der schöne Wilhelm, Wilhelm Beuthien, unser Beuthien, den kennen Sie doch. Sehen Sie, da steht er ja", gab Mimi Auskunft. Sie zeigte ungeniert mit der Hand nach dem Pfeiler in der Nähe des Saaleingangs.

"Ach", rief Hermann. "Gewiß, das ist also der schöne Wilhelm? Na, jeder nach seinem Gusto. Die Damen müssen's wissen."

"Aber sind Sie nicht wohl, Fräulein?" wandte er sich erschrocken an
Lulu.

"Bitte, nein, es ist nichts. Die Hitze", stammelte sie, ihr Taschentuch wie zur Kühlung vor das Gesicht haltend. "Wollen Sie mich entschuldigen, Herr Heinecke?"

Sie hatte seinen Arm fahren lassen.

"Da steht meine Freundin schon", rief sie, und ehe Hermann etwas erwidern konnte, hatte sie sich einen Weg zu jener gebahnt.