Es war Beuthien, der mit anderen Rosselenkern zusammenstand, jeder ein halbgeleertes Bierseidel in der Hand, fachmännische Gespräche mit derben Witzen würzend.
Wie roh sahen die Leute aus. Selbst Beuthien, der alle um Haupteslänge überragte, von Hitze und Biergenuß gerötet, stieß ihn ab. Lulus Geschmack war ihm unverständlich.
Und doch, was wollte er denn?
Kaufkraft und Muskelkraft, das sind ja die Kräfte, vor denen die Weiber
Respekt haben.
XVIII.
Lulu Behn hatte sich vergeblich gesträubt, mit zum Rennen zu fahren. Sie hatte Kopfschmerz vorgeschützt, ihr häufiges Uebel, aber der Vater hatte es nicht gelten lassen wollen und gemeint, das gäbe sich unterwegs, in frischer Luft, am besten.
So gutmütig er war, so verlangte er doch von anderen dieselbe Härte gegen kleine körperliche Unbequemlichkeiten, die er gegen sich selbst übte.
Lulu, um nicht unnötige Besorgnis zu erregen, die ihr aus guten Gründen gefährlich schien, gehorchte und nahm ihren Sitz in der offenen Droschke neben der Mutter ein, während Paula mit dem Vater auf dem Rücksitz Platz nahm.
Es war dieselbe Droschke, in der sie mit Beuthien ihre häufigen heimlichen Fahrten gemacht hatte, der alte wohlbekannte Braune, und, was ihr das Schrecklichste, war, Wilhelm fuhr selbst.
Nach jenem Besuch des Horner Wäldchens hatten sie sich erst einmal wieder gesehen. Beuthien wich ihr aus, und sie schämte sich vor ihm. Dieses eine Mal aber mußte sie ihn sprechen, um ihm zu sagen, was sie befürchtete.