"Das sage ich auch", eiferte Mimi. "Was kostet das nicht alles! Pohlenz sagt auch, mit dreitausend Mark möchte er nicht heiraten."

"Das kommt nun auf die Ansprüche an", meinte Therese.

"Natürlich. Mit wie wenigem kann doch der Mensch eigentlich auskommen, wenn er nur will."

"Sie werden nun Ihr gutes und reichliches Auskommen haben, liebe Mimi."

"Ja, das haben wir nachher. Emil kann es ja", sagte Mimi. "Ich hoffe,
Sie besuchen uns denn auch mal."

XX.

Frau Caroline hatte die Vorbereitungen zu ihrer Verlobungsfeier mit erklärlichem Eifer getroffen. Außer dem unvermeidlichen Platenkuchen hatte sie einen Puffer gebacken, groß genug, um die ganze Nachbarschaft abfüttern zu können. Trotzdem stand sie nicht davon ab, auch noch bei ihrem Brotträger einen gefüllten Kringel zu bestellen. "Der Mann soll auch was davon haben", sagte sie.

"Aber wo sollen wir mit all dem Kuchen hin, liebe Tante", wandte Therese ein.

"Man keine Angst, der wird schon alle werden. Kuchen muß sein", erklärte die Wittfoth. "Wenn mal, denn mal. So'n powern Kram mag ich nicht."

Die Feier dieses wichtigen Ereignisses war bis nach Mimis Abgang aufgeschoben worden, um Hermanns Teilnahme zu ermöglichen. Auch einem auswärtigen älteren Bruder des Bräutigams, der nicht früher hatte abkommen können, wurde auf diese Weise Gelegenheit gegeben, mitzufeiern.