Am Lohteich traf Randers auf Claus Mumm, den Holzfäller.
Der Lohteich war ein kleiner Waldsee, ganz von hohen Buchen umgeben, deren weitüberhängende Zweige sich nach den weissen Wasserrosen zu sehnen schienen, die in ihrem Schatten auf dem stillen Wasserspiegel schwammen. Im Schilfgürtel standen ein paar hohe gelbe Schwertlilien, leuchtend in dem saftigen Grün um sie her.
Randers kämpfte mit der Lust eine besonders prächtige Lilie zu pflücken, als Claus Mumm heranschlürfte und seine Aufmerksamkeit ablenkte.
Der Alte ging gebückt unter einer Last dürren Zweigholzes und gestützt auf einem derben Knüppel, den er irgendwo aufgelesen haben mochte. Er rückte mit der Hand etwas an seiner grauen Wollmütze und sah mit scheuem Blick aus den kleinen, trüben, rotumränderten Augen zu Randers auf. Ein stummer unterwürfiger Gruss, in dem viel Druck lag. Der Alte seufzte unter mehr als unter der Last des seinem mürben Rücken aufgeladenen Holzes.
"Dag Mumm, wo geit?"
Der Alte blieb stehen.
"Na, woans is dat? hebben Se noch nix hürt?"
"Ne Herr! He sitt ja nu erst."
Er sah kaum auf beim Sprechen, seine Stimme klang engbrüstig, pfeifend.
Eine traurige, gedrückte Stimme, die zu den scheuen, traurigen, kranken
Augen passte.
"Hebben Se denn Hoffnung?" fragte Randers