Nordsee.

Ein frischer Nordnordwest mit wilden Rufen,
Er packt das Meer und zerrt es an den Mähnen.
Da schirrt es sich; da stampft's von tausend Hufen,
Viel tausend Rosse blecken mit den Zähnen;
und lauter klatscht von seinen Wolkenstufen
Der Gott hernieder seine Peitschensträhnen;
Drauf seh, als Sporn und Stacheln Eile schufen,
Den Griesbart greinend ich hintüberlehnen.

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Non est.

In dieser grenzenlosen Einsamkeit
Blüht neu in mir ein reineres Gefühl,
Und aus dem Zwang der innern Qual befreit,
Lausch ich der Wellen plätscherndem Gespühl;
Und vor mir fliegt ein weisses Mädchenkleid,
Es drängt der Locken wirrendes Gewühl,
Und wie das Sternenlicht im Schaum versprüht,
Seh ich ein Augenpaar, das mir erglüht.

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Ob Gerdsen sich noch mit dem Roman quält? Mir ist diese ganze Idee mit dem Roman schon albern geworden. Er soll sich nicht weiter bemühen, oder es deichseln, wie er will. Wenn er seinen Helden (sic!) mit der Komtesse Bruckner kopuliert, werden es ihm die Leserinnen danken und der Verleger auch.

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Moiken. Aber nein!

Moiken hat so was dummes, so was—sachliches. Ein Stück Mensch. Isst, trinkt, schläft und ist da. Sag ich komm! kommt sie, geh! so geht sie. Daran könnte sich eigentlich der Mann genügen lassen. Aber da hapert's. Der "Nichts als Mann", ja! Aber wenn man sich Blockhäuser baut, Blumen in ein leeres Zimmer stellt und Verse macht—ist man da eigentlich noch Mann?