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War das ein Sturm gestern Abend. Der Schwede mit seiner Schieferladung sitzt da gut. Ordentlich eingerammt in den Sand! Muss doch mal wieder nachsehen, was noch zusammenhält von dem Kasten. Wie die Säcke rutschten die Kerle an dem Rettungstau durch die Brandung. Der eine hatte sich alle Finger bis auf die Knochen durchgeschnitten. Der Schiffsjunge war halb tot. Armer Bengel! Es war seine erste Reise von Muttern weg.

Da muss man den Strandvogt sehen. Ruhig, umsichtig, den stärksten Sturm mit der Gewalt seiner Lungen überbrüllend. Es ist doch etwas herrliches um die physische Manneskraft, wenn sie mit Mut und Unerschrockenheit verbunden ist. Nur kein Athletenkram, keine Krafthuberei. Der stärkste Mann der Welt! Preisochse!

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Die See geht noch immer hoch. Aber es ist ein prächtiger, himmelblauer Tag. Die See gleisst. Ganz köstlicher Anblick, diese gleissende See, ein flüssiges Metall. Von Hörnum Odde aus die Brandung gesehen, weit hinten in der See, wie sie über die Sandbank schäumt.

Böcklinsche Meerweiber natürlich darin, weisse Leiber, in der Sonne leuchtend, triefende Arme, Gelächter, wie wenn Wellen über Muscheln spielen. An den feuchten Haaren reissen sie sich einander zurück, balgen sich, toll ausgelassen.

O hinein, hinein unter diese brandenden Leiber, ein tollender Triton, urfrische Sinnesfreude.

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Famoses Weib. Muss doch aufspüren, wo sie sich eingenistet hat. Diese
Figur, diese imponierende Zurückhaltung. Einfach abgewimmelt. Nach allen
Regeln.

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