Und sie versuchte es, machte ein paar Schritte über die Heide, kam in
Feuer, ward geschmeidig, verjüngte sich vor seinen Augen, tanzte um den
Kopf des Täufers. Und ein Wolkenschatten hüllte sie ein. Und der Wind
wehte frischer und rang mit ihr und löste eine ihrer schweren blonden
Flechten.
Und Randers starrte sie, halb aufgerichtet, an.
Und die Wolke zog vorüber, und die Sonne liess Helgas Schatten über die Heide tanzen. Und eine Möwe wiegte sich, leuchtend, über Salome, umkreiste sie und schoss plötzlich wie ein zuckender Blitz davon.
"Bravo! Bravo!" rief Randers, klatschte in die Hände, sprang auf und auf die ihm entgegen Taumelnde zu.
Helga glühte, lächelte, und wehrte ab. Sie sank ins weiche Dünenbett und fächelte sich Kühlung zu.
"Es ist nichts, ich kann's nicht," stiess sie hervor. "Aber ich möcht's können. Mit Genie tanzen."
"Sie können's," rief er warm.
"Nein, nein. Es ist nichts."
"Vielleicht, wenn ich um einen Kopf tanzte," setzte sie lächelnd hinzu.
"Meiner steht Ihnen zur Verfügung," sagte Randers.