"Wollt ich?"

"Sie versprachen's. Ich bin so begierig, Sie tanzen zu sehen. Wie werden Sie als Nora tanzen, diesen Tanz mit der Verzweiflung im Herzen. Und hier ist die Heide so glatt und hart. Die reinste Tenne. Und der Wind wird Ihren Schal fangen, und die Möwen werden Ihren Pas folgen, der Tanz über dem Tanz. Und ich werde klatschen und dankbar sein."

So bat er, beredt und von ihrer Schönheit in einen Rausch versetzt, der ihn zum Dichter machte.

Und Helga erhob sich zum Tanz.

"Nun spiel mir auf. Nun will ich tanzen," rief sie mit Nora.

Aber das war keine Nora, die da tanzte, kein gequältes Weib, das
Betäubung suchte. Es war ein wirbelndes, leidenschaftliches Kreisen und
Gleiten und Auf- und Niederschnellen.

Sie ist zu gross für Nora, dachte Randers.

"Mir fehlt ein Tambourin," rief Helga.

"Es geht doch nicht auf dem Heideboden," entschuldigte Randers.

"O doch, es liegt an mir. Ich bin nicht Nora heute. Aber was ich Ihnen tanzen möchte. Haben Sie die Sorma als Salome gesehen? Das möchte ich Ihnen tanzen können."