"Ach lassen wir das. Warum vom Sterben reden. Ich halt's mit dem Willen zum Leben und mit der Kraft, aus sich herauszukommen, nicht einfach sich wegzublasen."

"Aber wenn die Kraft nicht mehr da ist."

"Dann mag der Abgewirtschaftete sich aus dem Weg räumen. Ich billige das sogar. Aber wir wollen da nicht von Schönheit reden. Er erleichtert sich, und Sie wollen sich hinstellen und ihn bewundern, den Mut bewundern, der sich eines unbequem gewordenen Rockes entledigt."

"Ich glaube, Sie sind denn doch nicht ganz gerecht."

Sie zuckte die Achseln.

"Ich denke nun einmal so. Aber lassen wir das. Nichts vom Sterben."

Es war ein köstlicher, sonniger Tag, und sie liessen das Thema vom Sterben ruhen. Sie gingen in die Dünen und waren still und froh miteinander.

Und wenn Randers sie ansah, dachte er immer: "In Schönheit leben!" Ja, mit ihr, an ihrer Seite. Und er sagte es ihr, und sie lächelte. Sie liebte jede Art Tapferkeit, und er sagte es so tapfer, so ganz überzeugt, dass es ihm möglich sei. Und er lachte so laut und fröhlich und warf die Arme und trug den Kopf hoch und schob die Mütze in den Nacken, dass die ganze, hohe, gebräunte Stirn frei wurde.

Im Sand lagen sie und sprachen wieder von Hedda Gabler, und dann kamen sie auf Nora.

"Sie wollten mir noch tanzen," bat Randers.