Winter
Ein weißes Feld, ein stilles Feld.
Aus veilchenblauer Wolkenwand
Hob hinten, fern am Horizont,
Sich sacht des Mondes roter Rand.
Und hob sich ganz heraus und stand
Bald eine runde Scheibe da,
In düstrer Glut. Und durch das Feld
Klang einer Krähe heisres Kräh.
Gespenstisch durch die Winternacht
Der große dunkle Vogel glitt,
Und unten huschte durch den Schnee
Sein schwarzer Schatten lautlos mit.
Die Netzflickerinnen
Schweigend an den Dünen hin
Sitzen die Fischerfrauen und flicken
Die schweren Netze. Guten Fang
Mag der Himmel den Männern schicken.
Guten Fang und gute See.
Manches Netz ist schon draußen geblieben,
Und manches Boot ohne Fischer und Fisch
Irgendwo an den Strand getrieben.
Die See macht still, und karg ist das Wort
Der Frauen, die dort im Sande sitzen,
Kurz wie der Schrei der Möwen, die
Ruhelos über die Dünen flitzen.
Das Mädchen mit den Rosen
Zwei Rosen, die an einem Strauch
Zusammen aufgeblüht,
Von einem knospenhaften Hauch
Noch lieblich überglüht,