Ich weinte auf mein Brot und würgte dran
Und konnt's nicht würgen und stand auf vom Mahl
Und ging hinaus ins kalte, kahle Feld
Und bot dem Märzwind meine heiße Qual.

An einem Dornbusch hing ein Fetzen Tuch.
Wer warf es weg, wen wärmte es zuletzt?
Vielleicht wie er bin ich ein Bettler nun,
Und was so warm mich hielt, ist ganz zerfetzt.

Wenn du dein Herz in deine Hände nimmst
Und giebst es hin, da, nimm's, und ohn Entgelt,
Man nimmt es, dankt und wirft dir's plötzlich hin:
Ich mag's nicht mehr! dann stirbt dir eine Welt.

Dann stehst du da, entblößt und bettelarm
Und weißt nicht hin vor Scham, vor nackter Scham.

Aus tiefer Qual

Kind, sieh nicht deinen Vater an,
Er hat sich gar so sehr geschämt,
Sich eine lange, bange Nacht
Um diese seine Scham gegrämt.

Und geh zu deiner Mutter, Kind,
Und spiel mit ihr im Sonnenschein
Und sprich ihr auch vom Vater nicht,
Scham will allein im Dunkeln sein.

Geh, Kind, vor deinem großen Blick
Erschrickt mein Herz und fasst sich nicht
Und weint. Und war noch gestern, Kind,
So rein wie deiner Augen Licht.

Im Entschlummern

Leise Füße gehn im Gras,
Eine Stimme flüstert was.
Ich hör es deutlich vom Garten her;
Ein Halbschlaf drückt die Lieder schwer.