»Ueber Verleumdungen,« sprach der Kaufmann ernst, »welche seine Solidität als Geschäftsmann und die Respectabilität seiner Familie angegriffen haben.« Darauf sagte er kurz, worum es sich handle.
Fink lachte und rief: »Er ist ein Kind; wozu sich um das müßige Geschwätz der Leute kümmern?«
»Er hat kein Recht, dies Geschwätz zu verachten, denn er hat es durch seinen Verkehr in den Kreisen, in die Sie ihn einführten, genährt.«
»Vor Allem bitte ich dich, mir hier vor Herrn Schröter zu bezeugen, daß ich keine Ahnung von alledem gehabt habe; du kennst mich genug, um zu wissen, daß ich keinen Fuß in die Gesellschaft der Frau von Baldereck gesetzt hätte, wenn ich für möglich gehalten, daß so etwas von mir gesagt werden kann.«
»Er ist ganz unschuldig,« sagte Fink mit überzeugender Gutmüthigkeit zum Prinzipal. »Unschuldig und harmlos wie das Veilchen, das still im Verborgenen blüht; wenn irgend Jemand Schuld hat bei dieser lächerlichen Geschichte, so bin ich es und außerdem die thörichten Menschen, welche so etwas verbreitet haben. Gieb dich zufrieden, Anton, wenn dir die Sache leid ist, so wollen wir sie bald wieder in Ordnung bringen.«
»Ich werde noch einmal zu Frau von Baldereck gehen und ihr mittheilen, daß ich die Tanzstunden nicht mehr besuchen kann.«
»Auch ich halte das für das beste Mittel,« sagte der Kaufmann.
»Ich fürchte, es wird nicht viel helfen,« bemerkte Fink weise.
»Dann habe ich wenigstens das Meinige gethan,« rief Anton.
»Wie du willst,« sagte Fink. »Tanzen hast du doch gelernt und deinen Hut verstehst du auch mit Anstand zu bewegen.«