»Wie bei der englischen Marine!« entschied Herr Pix.

Specht war der jüngste der anwesenden Collegen. »Ich muß vor Allem bemerken, daß Herr von Fink nicht anwesend ist,« sprach er und sah sich aufgeregt um.

Ein allgemeines Gemurmel entstand: »Er ist nicht zu Hause! er ist Volontair.«

»Er gehört nicht zu uns,« sagte Herr Pix.

»Er selbst wird es ablehnen, mitzustimmen,« sagte Herr Jordan, »da er keiner von den Engagirten der Handlung ist.«

»In diesem Falle bin ich der Meinung,« fuhr Herr Specht fort, etwas herabgestimmt durch die allgemeine Opposition, welche seine erste Bemerkung erfahren hatte, »daß Wohlfart die Verpflichtung hat, vier Jahre Lehrling zu bleiben, wie ich selbst, oder doch drei Jahre, wie unser Baumann bei C. W. Strumpf und Kniesohl. Da er aber ein guter Kerl und nach Aller Ansicht im Geschäft brauchbar ist, so bin ich auch der Meinung, daß wir einmal eine Ausnahme machen und ihn schon jetzt als Collegen anerkennen. Doch bitte ich Sie, dabei vorsichtig zu sein und ihm bemerklich zu machen, daß er eigentlich noch Lehrling sein sollte. Deßhalb schlage ich vor, daß er verpflichtet wird, uns noch ein Jahr hindurch den Thee zu machen, wie er bis jetzt als Lehrling gethan. Außerdem halte ich für schicklich, daß er zur Erinnerung an seinen früheren Stand jedem der Collegen alle Quartale eine Feder schneidet.«

»Narrheiten,« brummte Herr Pix; »Sie haben immer überspannte Einfälle.«

»Wie können Sie meine Einfälle überspannt nennen,« rief Herr Specht entrüstet, »Sie wissen, daß ich mir von Ihnen nichts gefallen lasse.«

»Ich muß um Ruhe bitten,« sagte Herr Jordan.

Die nächsten Collegen gaben in runder Weise ihre Einwilligung, Herr Baumann mit vieler Wärme. Endlich griff Herr Pix nach dem Hahn des Theekessels und sprach: »Meine Herren, was soll das lange Reden, seine Waarenkenntniß ist nicht schlecht, wenn man berücksichtigt, daß er noch ein junger Kauz ist, sein Benehmen ist coulant, die Hausknechte haben Respect vor ihm, gegen meine Kunden ist er noch zu zartfühlend und umständlich, aber es ist nicht allen Leuten gegeben, andere Leute zu behandeln. Solo spielt er schlecht und sein Punschtrinken ist unbedeutend. So steht es mit ihm. Da diese letztern Qualitäten aber nicht den Ausschlag geben dürfen, so sehe ich nicht ein, weßhalb er nicht vom heutigen Dato ab College werden soll.«