»Nur zu!« sagte Fink.
»Keine thut heute Nacht ein Auge zu,« rief Anton.
»Um so besser, wir wollen's auch nicht thun. Sie können sämmtlich zu Feroni kommen, wenn's ihnen zu Haus zu bangsam wird. Wir bleiben bis zum Morgen zusammen. Und du, Anton, wirst dich heut Nacht nicht ohne mich nach Hause schleichen, sondern du wirst aushalten, und zwar in stiller Todesangst.«
»Was ist das für eine Geschichte mit dem Buch?« frug Tönnchen am andern Arme.
»Sage nichts,« bat Anton leise.
»Eine tolle Confusion,« erwiederte Fink, »Sie sollen Alles erfahren.«
»Um Gottes willen, schweig,« bat Anton.
»Ich werde mich nach deinem Benehmen richten,« sagte Fink; »läufst du weg, so lese ich den Andern das ganze Buch vor.«
So kamen sie bei Feroni an. Anton überlegte, ob er sich auf Fink werfen und diesem mit Gewalt das Buch entreißen sollte. Aber der Erfolg war unsicher. Mit Ernst und Bitten war heut vollends nichts auszurichten. Nur List konnte helfen. Während er darüber nachsann, lagerten sich die Herren in dem kleinen Hinterzimmer, ihrer gewöhnlichen Trinkstube. Es waren außer Anton und Fink noch Zernitz und Tönnchen, der kleine Lanzau, ein Werner, ein Cousin Baldereck, (dieser ein junger Herr mit hervorstehenden Augen, der in dem Buch unter dem Namen Laubfrosch angedeutet war) und zwei Tronka, nicht von den Tronka-Hams, sondern aus der andern Linie, in welcher das Majorat ist, Söhne des alten Majoratsherrn.
»Was trinken wir?« frug Fink.