schlackern bedeutet eine Ungeschicklichkeit oder Unvorsichtigkeit beim Rudern, infolge deren das Wasser spritzt und die im Boote befindlichen Leute naß macht. Ein niederdeutsches Wort, das gebraucht wird wenn ein Kind etwas von seiner Suppe auf das Tischtuch oder die Serviette tropfen läßt; sodann auch für anhaltenden feinen Regen, für Nässen, Schmutzen, Beschmutzen. Das Wort ist Iterativum von slaggen, das wir im Hochdeutschen in der Verbindung Niederschlag und Schlagregen kennen.

Schladding, die. Es gibt viele Arten, auf die das Tauwerk an Stellen, wo es dem Schamfilen ausgesetzt ist, bekleidet und geschützt wird. Eine derselben nennt man Schladding, d. h. mit Schladding bekleiden. Das niederdeutsche Wort sladde heißt Lumpen, Lappen, Fetzen, Stück altes Zeug. Eine Schladding ist also die Bekleidung eines Taues mit altem Segeltuch. Sladde ist verwandt mit unserem schlodderig, bedeutet also etwas das schlaff, nachlässig, unordentlich lumpig herunterhängend ist.

Schlag, der.

1. Röding: „Wenn man ein Tau um einen Gegenstand herumschlägt, zum Beispiel um ein anderes Tau, um ein Spill u. s. w., so daß es eine ganze Umwälzung um diesen Gegenstand macht und die beiden Enden kreuzweise über einander zu liegen kommen, so ist dieses ein ganzer oder ein runder Schlag; macht man diese Umwälzung noch einmal, so ist es ein doppelter Schlag; geht die Umwälzung aber nicht rund um, so daß sich die beiden Enden nicht berühren, so ist es nur ein halber Schlag.‟

2. Wenn ein Schiff zu kreuzen genötigt ist und es fährt demgemäß einmal nach einer und dann nach der anderen Richtung, so nennt man jedesmal die nach einer Richtung zurückgelegte Strecke einen Schlag.

3. Der Schlag mit dem Riemen beim Rudern; er ist ein „Schlag ins Wasser‟, aber ein wirkungsvoller, nicht, wie im Hochdeutschen, eine vergebliche Arbeit.

4. Wenn ein Schiff ungleich geladen ist und sich infolgedessen auf die Seite neigt, so sagt man: es hat Schlagseite.

Alle diese seemännischen Bedeutungen von Schlag gehen, wie überhaupt auch sämtliche hochdeutsche Anwendungen des Wortes, auf die ursprüngliche Bedeutung des Zeitwortes schlagen zurück, gotisch slahan: unaufgehalten eine gewisse Richtung einschlagen.

Schlappgording, das, gehört zu den Gordingen der unteren, großen Segel und hilft deren Tuch nahe an die Rahe bringen, wenn sie festgemacht werden sollen. Und zwar holen die Buggordinge das Unterliek des Segels nach der Mitte der Rahe, die Nockgordinge das Seitenliek steif längs der Rahe. Nachdem dieses geschehen ist hängt immer loses Tuch schlapp, d. h. ohne daß eine andere Kraft als die der eigenen darauf steht, unter den Rahearmen. So sind denn hier auch noch Gordinge angebracht, die, weil sie das schlappe Tuch an die Rahe holen, Schlappgordinge heißen.

Schlaufe, die, bedeutet das was hochdeutsch eine Schleife heißt, ein Öhr, eine Öffnung, eine Schlinge. Das Wort ist nichtniederdeutsches Dialektwort und daher dem niederdeutschen Seemann wenig mundgerecht. Althochdeutsch slouf, mittelhochdeutsch sloufe (Lexer, 233) von sloufen. Im Niederdeutschen ist slöpe, slove, slöfe = geschlungener Knoten.