Der Offizier zuckte mit den Achseln.

»Nun, so wird die Kommunalgarde doch wenigstens die Wache und Posten besetzt halten dürfen?«

Der Major verneinte bestimmt.

»Dann fordere ich entschieden, daß die Kommunalgarde ihre Posten vor dem Abmarsch ordnungsgemäß einziehen darf!«

»Dagegen habe ich nichts einzuwenden,« antwortete der Major kühl. »Sorgen Sie bitte dafür, daß dies rasch geschieht. Im übrigen lehne ich es ab, mit Ihnen weiter zu verhandeln.«

Mit diesen Worten wandte er dem Advokaten den Rücken und rief die vor ihren Kompagnien stehenden Hauptmänner zu sich heran. Advokat Heintz aber eilte in den Zeughof, und wenige Minuten darauf rückte die zweiundachtzig Rotten starke Kommunalgardenbesatzung durch die Rampische Gasse ab.

Jetzt vernahm Heinrich die Stimme des Majors:

»Die Barrikade neben der Frauenkirche ist stark besetzt. Die 3. Kompagnie rückt sogleich durch die Rampische Gasse vor und nimmt die Barrikade!«

Der Offizier, an den der Befehl gerichtet war, salutierte mit dem Säbel. Da schritt Professor Richter schnell auf den Major zu und sagte in verbindlicher Haltung:

»Herr Major von Reitzenstein, bitte erlauben Sie mir, der Sturmkolonne voranzueilen. Ich hoffe, daß es mir gelingen wird, die Besatzung der Barrikade zum Abzug zu bewegen.«