Kunstgeschichtlicher Roman in Bildern
von
Heinrich von Schoeler
300 Seiten mit 10 Kunstblättern
In vornehmem Geschenkband M. 4.50
Wie der bekannte Autor in seinem vor drei Jahren erschienenen und glänzend aufgenommenen historischen Roman »Kaiser Tiberius auf Capri« den Versuch wagte, den genialen Cäsar zu schildern, abweichend von dem Bilde, das eine unkritische Schultradition uns von ihm übermittelt hat, so bietet Dr. H. von Schoeler in seinem neuesten kunstgeschichtlichen Roman »Rafael von Urbino« ein auf der Grundlage sorgfältiger Studien gezeichnetes Bildnis Rafael Santis, das den großen Urbinaten der historischen Wirklichkeit entsprechend darstellt. – Mit Riesenfleiß zeichnet der Verfasser aus dem unermeßlich reichen Borne lebhafter Gestaltungskraft und kunsthistorischen Wissens Blatt um Blatt den Werdegang eines in rastloser Arbeit durch unermüdliche, vorbereitende Studien und konzentrierte Geisteskraft sich emporringenden Genius, der zielbewußt sein Lebenswerk der höchsten Vollendung entgegenführt. Denn Rafael Santi war das Genie, das in seinem gewaltigen Können alle zerstreuten Zeitkräfte sammelte und als zusammenfassender Geist repräsentativ für sein Zeitalter offenbarte.
Nur ein absoluter Beherrscher historischer Darstellungkunst konnte aus dem Vollen heraus ein solch großzügiges Lebensbild des genialen Künstlers und zugleich ein wichtiges Dokument der Blüte der italienischen Renaissancezeit schaffen.
Es ist kein Buch, das man nur zur Unterhaltung zur Hand nimmt. Den Künstler sowohl als den Kunstverehrer, den Lehrer wie den Schüler, kurz die Gebildeten aller Stände fesselt das verdienstvolle Werk durch seine machtvolle Gestaltenfülle und durch den hehren Ausdruck der Kunstbegeisterung eines hoch über den Parteien stehenden Historikers.
Schaffet gute Bücher ins Haus!
37.–42. Tausend