»Habe ich, ohne es zu wissen, gegen dich gefehlt?« fragte Kurt, »dann sag' es mir, damit ich's wieder gutmache. Zwischen Freunden darf keine Verstimmung herrschen.«
Schönberg machte eine verneinende Gebärde.
»Aber es hat sich dennoch etwas zwischen uns geschlichen,« drang Kurt in ihn, »das empfinde ich gerade in diesem Augenblick ganz deutlich.«
Schönberg blickte beiseite und wollte ausweichend antworten.
»Nein, Karl,« versetzte Kurt, »so leichten Kaufs entrinnst du mir nicht. Also sprich offen.«
Der Oberleutnant lächelte gezwungen.
»Karl,« bat Kurt noch einmal, »bitte, sprich!«
»Na, wenn du's willst, meinetwegen …,« entgegnete Schönberg endlich. »Lieber Kurt, es geht ja keinen etwas an, was du treibst, aber … man redet so allerhand. Man meint, du träfst wohl nicht immer das Richtige in der Wahl deines … Verkehrs.«
Kurt schoß das Blut ins Gesicht.