»Ja, gewiß,« fuhr Kurt fort, »gegen die Regierung, nicht aber gegen den König.«
Schönberg schien nicht zu begreifen. Er zuckte mit den Achseln, schwieg aber.
»Sind nicht selbst hochgestellte Männer unter den Demokraten, deren Wahrhaftigkeit niemand anzuzweifeln wagt?«
Der Oberleutnant nickte.
»Und mißbilligt, wohin man auch hört, nicht jedermann die Zustände? Räsonnieren nicht selbst wir manchmal?«
Lächelnd bestätigte Schönberg die Wahrheit dieser Worte. Aber er wurde gleich wieder ernst.
»Kurt,« antwortete er, »was du da sagtest von König und Regierung, er drüben und sie hüben, – lieber Kurt, diese Unterscheidung erscheint mir etwas gekünstelt. Ich denke immer, die beiden bilden eins?«
»Du irrst, Karl,« entgegnete Allmer. »Dem König bleibt viel verborgen. Wenn er nur wüßte, was das Volk bewegt, dann würde so manches besser sein.«
Und als der Oberleutnant nichts darauf antwortete, sagte sich Kurt insgeheim: Das ist einer von den Abseitsstehenden, die die ganze Bewegung und ihre tiefen Ursachen nicht verstehen.
Er trat nahe an den Freund heran und versetzte: