Als ich das herrliche Gotteshaus verließ,« schloß Georg Waltklinger seinen Bericht, »dämmerte im Osten fahles Frühlicht herauf, und auf dem Schloßfirst jubelten die Schwarzdrosseln dem jungen Tag entgegen. Ich aber sah und hörte nicht viel von alledem, so hatte mich das Erlebnis ergriffen!«
Aber auch die beiden Ratmannen standen unter dem Bann des Erzählten.
»Wann willst du den Rat zusammenberufen, Burgemeister?« fragte Peter Sorgenfrei.
»Für heute nachmittag vier Uhr. Der Ratsbote ist darum schon auf den Beinen. Der Bürgerschaft soll es durch den Ausrufer verkündet werden.«
Niclas Anesorge frohlockte.
»Wie wird dem Siebeneichener die Galle schwellen, wenn er hört, daß wieder einmal ohne seine Mitwirkung alles besorgt worden ist.«
»Und daß nicht er, sondern der Burgemeister zugezogen wurde,« setzte Waltklinger lächelnd hinzu.
Peter Sorgenfrei blieb ernst.
»Burgemeister,« sagte er in seiner ganzen Bedächtigkeit, »meinst du nicht, daß es an der Zeit wäre, den Amtmann durch ein paar freundliche Worte wissen zu lassen, wie der Rat der Stadt Wert darauf legt, in guten Beziehungen zu ihm zu stehen?«