»Ich kenne nichts anderes, als den alten Glauben. Aber wir wissen ja, daß es allein darauf ankommt, dem Höchsten mit ganzer Seele anzugehören.«
Damit war Sonnhild zufrieden.
»Für heute,« sprach sie, »ist es aber genug, Junker! So Ihr jedoch kommenden Samstag für ein Stündchen Zeit hättet …«
»Aber Jungfrau, wie mögt Ihr nur so fragen,« erwiderte Bernhard, indem er bemüht war, seiner Stimme einen Anflug von Vorwurf zu geben.
Sonnhild lächelte.
»Und wieder hier?« fragte sie neckend.
»Wieder hier,« antwortete er und drückte voll Wärme die Hand, die sie ihm reichte.
Dann sah er ihr lange nach, bis die jungfräuliche Gestalt seinen Blicken entschwand.
Langsam ging er darauf quer durch den Wald, bis zur Landstraße, die er stadtwärts verfolgte. Da holte ihn ein junges Mädchen ein, das ihn aufmerksam betrachtete und alsdann dicht in seiner Nähe blieb.