Alle schauten ihn verwundert an. Er aber stand auf.
»Ich kann nicht länger bleiben. Aber wir sind nicht das letzte Mal zusammen.«
Buvolski sagte ihm, wo er wohne, Starkblom bat die Männer, ihn doch bald zu besuchen, wenn sie Zeit hätten, und nach herzlichem Abschied ging er.
Er eilte nach Hause. So lange er in den Straßen der Stadt war, ging er nur sehr rasch und blies die Luft von sich und lächelte vor sich hin und schwang seinen Stock und schlug ab und zu auf die Steinplatten, daß die Funken heraussprangen. Sowie er aber auf der Landstraße war, auf der fester, aber noch weißer Schnee lag, und seine Blicke über die Felder schweiften, deren unermeßliche Schneedecke im Mondschein strahlte und glitzerte, fing er an zu rennen, als wollte er mit seinem Schatten um die Wette laufen. Dabei schrie er laut: Juhu, juhu! Eine unbeschreibliche, freudige Aufregung hatte sich seiner bemächtigt. Jetzt dachte er nicht, jetzt grübelte er nicht der Zukunft entgegen, er hatte etwas in der Gegenwart, worüber er sich freuen konnte, und gedankenlos wie ein Kind überließ er sich dem Genusse.
Er war schon in der Nähe seiner Villa, als ihm ein hochgewachsenes Mädchen begegnete. Schon von weitem rief sie ihm zu:
»Na, Ihr seid wohl eben entsprungen?«
Starkblom, der sie sofort verstand, lachte und ging weiter, bis er vor ihr stand und hielt dann an. Sie dachte an das große Irrenhaus drinn in der Stadt, in dem Unheilbare aus dem ganzen Lande eingesperrt waren.
»Nun, das gerade nicht«, antwortete er lustig. »Vielleicht bringe ich’s aber noch so weit. War’s schön heute Abend?«
Er schaute vergnügt dem Mädchen, das sehr hübsch war, ins Gesicht.
»Wie meinen Sie das?« fragte sie etwas verlegen und rückte das Tuch, das sie auf dem Kopfe trug, zurecht.