Marguérite legte leise Messer und Gabel weg. Sie starrte vor sich hin. Auf einmal überwältigte sie das Bewußtsein dessen, was sie gethan hatte und was noch bevorstand und der ganzen Situation, und sie schlug die Hände vors Gesicht. So verblieb sie lange. Plötzlich sagte Starkblom vom Fenster aus, ohne sich umzusehen, in sehr traurigem Tone:

»Nun, Frau Marguérite, wollen Sie jetzt Ihre Rede halten? Wozu sind Sie bereit? Was halten Sie von mir?«

Marguérite ließ die Hände sinken; sie war glühend rot geworden. Dann erhob sie sich, blieb aber am Tische stehen und sagte zaghaft:

»Lassen Sie mich wieder gehen. Ich weiß nicht – es ist falsch – es geht nicht –.«

Starkblom drehte sich um und sah sie erstaunt an. Dann ahnte er, vielleicht zu begreifen, was in ihr vorgehe. Er schwieg lange und blickte sie an. Dann fing er an:

»Vielleicht war Ihr Gefühl das richtige, als Sie kamen. Schrecken Sie nicht zurück. Ich bitte Sie zu bleiben.«

Und er ergriff ihre Hand.

»Wenn Sie auch jetzt nicht reden können. Bleiben Sie nur. Wir haben Zeit. Oder haben Sie einen speziellen Grund, irgend einen Vorgang in der letzten Zeit Ihres Lebens, mich aufzusuchen?«

»Nein, das nicht. Aber Sie verkennen mich nicht? Sie mißachten mich nicht?«

Starkblom wurde sehr verlegen. Er wußte nicht, was sagen. Endlich stotterte er: