Steh’ ich vor dir nun da...
Denn — ich kämpfe gegen
Mein krankes Vaterland mit der Erbittrung
Von allen Höllengeistern. Doch wofern
Du es nicht wagst und, mehr das Glück zu proben,
Satt bist, so hör’s mit einem Wort: auch ich
Bin fortzuleben herzlich müd und biete
Die Kehle dir und deinem alten Grimm...
Man braucht gar noch nicht in Betracht zu ziehen, daß Aufidius und sein Volk ein hohes Interesse daran haben, ihren furchtbaren Feind in ihren Dienst zu ziehen, Roms Helden und den Führer der gekränkten und auf ihre Stunde harrenden Adelspartei als Feldherrn im Kampf gegen Rom zu gewinnen; all solche Erwägungen kommen später entscheidend zur Geltung; für jetzt ist Aufidius von diesem tragischen Geschick und dieser tragischen Größe menschlich erschüttert:
Mein Marcius —