Einer von denen, die die Schlüssel der Geheimnisse der Magie bewahren, ist auf der Erde zurückgeblieben und sucht und sammelt die Berufenen.

So, wie er nicht sterben kann, so kann auch die Sage, die über ihn in Umlauf ist, nicht sterben. —

Die einen munkeln, er sei der ‚Ewige Jude‘; die andern nennen ihn Elias; die Gnostiker behaupten, er wäre Johannes der Evangelist; — aber jeder, der ihn gesehen haben will, schildert sein Aussehen anders. Laß dich dadurch nicht beirren, falls du Menschen in der sprießenden Zeit der Zukunft begegnen solltest, die auf solche Art von ihm erzählen.

Es ist nur natürlich, daß jeder ihn anders sieht: — ein Wesen wie er, das seinen Leib in Geist verwandelt hat, kann an keine starre Form mehr gebunden sein.

Ein Beispiel wird dir erklären, daß auch seine Gestalt und sein Gesicht nur Bilder sein können — gespenstischer Schein, sozusagen, für das, was er in Wahrheit ist:

Nimm an, er erschiene dir als ein Wesen von grüner Farbe. Grün ist an sich keine wirkliche Farbe, trotzdem du sie sehen kannst, — sie ist aus einer Mischung von Blau und Gelb entstanden. — Wenn du Blau und Gelb miteinander innig vermengst, erhältst du Grün.

Jeder Maler weiß das, — daß aber die Welt, die man um sich sieht, gleicherweise im Zeichen der ‚grünen‘ Farbe steht und in Wahrheit nicht das ist, was sie zu sein scheint, nämlich: gelb und blau, — das wissen die wenigsten.

Erkenne du aus diesem Beispiel, daß er, wenn er dir als ein Mann mit grünem Antlitz begegnen sollte, sein wahres Gesicht dir trotzdem noch immer nicht offenbar ist.

Wenn du ihn siehst als den, der er in Wirklichkeit ist: als ein geometrisches Zeichen — als ein Sigill am Himmel, das kein anderer schauen kann als du allein, — dann wisse: du bist berufen zum Wundertäter.

Mir ist er begegnet als leibhaftiger Mensch, und ich habe meine Hand in seine Seite legen dürfen.