Sein Name war — — — — — — — — —“

Hauberrisser erriet den Namen; er stand auf dem Blatt, das er beständig bei sich trug, — es war der Name, der ihm immer wieder entgegensprang:

Chidher Grün.

Zwölftes Kapitel

Hauch der Verwesung in der Luft. Brutwarme sterbende Tage und neblige Nächte. Das faulende Gras der Wiesen frühmorgens bedeckt mit den schimmelweißen Flecken der Spinnengewebe. Zwischen den braunvioletten Schollen kalte, blinde Wasserpfützen, die der Sonne nicht mehr trauen; — strohgelbe Blumen, denen die Kraft fehlt, das Gesicht zum glasklaren Himmel zu erheben, — taumelnde Schmetterlinge mit zerfetzten, entstaubten Flügeln, — in den Alleen der Stadt: die Blätter der Bäume raschlig an mürben Stielen.

Wie eine welkende Frau, die sich nicht genug tun kann an grellen Farben, um ihr Alter zu verbergen, begann die Natur mit der bunten Schminke des Herbstes zu prahlen.

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Der Name Eva van Druysen war längst vergessen in Amsterdam. Auch Baron Pfeill zählte sie zu den Toten und Sephardi trauerte um sie; nur in Hauberrissers Brust konnte ihr Bild nicht sterben.

Aber er sprach nicht von ihr, wenn ihn bisweilen seine Freunde oder der alte Swammerdam besuchen kamen.

Er war wortkarg und verschlossen geworden und unterhielt sich mit ihnen nur mehr über gleichgültige Dinge.