Die wordt nu zuster in den Heer.“

— — — — — — — —

Grell, wie die Arabesken in einem Kaleidoskop, lösten die Nummern des Programms einander ab, ohne Pause, kunterbunt zusammengestellt: pudellockige englische Babygirls von schreckenerregender Unschuld, Apachen mit rotwollenen Shawls, eine syrische Bauchtänzerin, gefüllt mit wild wogenden Eingeweiden, Glockenimitatoren und bayrische melodisch rülpsende Schnadahüpfler.

Eine fast narkotische Nervenberuhigung ging von diesem Mischmasch von Sinnlosigkeiten aus, als hafte ihnen etwas an von der seltsamen Zauberkraft, die einem kindischen Spielzeug innewohnt und oft ein besseres Heilmittel ist für ein vom Leben zermürbtes Herz, als das erhabenste Kunstwerk.

Hauberrisser verging die Zeit, er merkte es kaum, und als eine Schlußapotheose die Vorstellung krönte und die Artistentruppe mit entfalteten Bannern aller Völker der Erde — vermutlich ein Symbol für den glücklich wiederhergestellten Weltfrieden — abzog, voran ein kakewalktanzender Neger mit dem üblichen:

Oh Susy Anna

Oh don’t cry for me

I’m goin’ to Loosiana

My true love for to see — — —

konnte er sich nicht genug wundern, daß er das Verschwinden der zahlreichen Zuschauer nicht gemerkt hatte; der Saal war beinahe leer.