Endlich begriff Usibepu, was Mary von ihm wollte, und ging mit ihr die Treppe hinauf in Klinkherbogks Wohnung.
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Der Schuster saß noch immer, die Papierkrone auf dem Kopf, vor dem Tisch.
Die kleine Katje war zu ihm geeilt, und er hatte die Arme erhoben, als wollte er das Kind an seine Brust ziehen, sie aber gleich darauf sinken lassen und wieder in die Kugel gestarrt, als der somnambule Zustand abermals Besitz von ihm ergriff.
Auf den Zehenspitzen schlich die Kleine an die Wand zurück neben Eva und Sephardi.
Die Stille im Zimmer war noch tiefer und quälender geworden als vordem, — konnte von Geräuschen nicht mehr durchbrochen werden, fühlte Eva —, wurde nur dichter und lauernder, wenn ein leises Rascheln der Kleider oder ein Knacken in den Dielen sich bisweilen hervorwagte, — war zur bleibenden Gegenwart geronnen, unberührbar von den Schwingungen der Töne, — glich einem schwarzsammetnen Teppich, auf dem Reflexe von Farben schwimmen, ohne in die Tiefe dringen zu können.
Unsicher suchende Schritte kamen die Treppe im Hause herauf und näherten sich der Dachkammer. —
Eva empfand es, als taste sich ein Würgengel aus der Erde empor.
Entsetzt zuckte sie zusammen, als unvermutet die Tür hinter ihr leise knarrte und der Neger wie ein riesenhafter Schatten im Halbdunkel auftauchte.
Auch die anderen waren heftig erschrocken, aber niemand getraute sich, seine Stellung zu verändern, — als sei der Tod über die Schwelle getreten und blicke suchend von einem zum andern.